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  Consorzio di Tutela Barolo Barbaresco Alba Langhe e Roero  
Consorzio di tutela Barolo Barbaresco Alba Langhe e Roero

Die autochthonen Rebsorten

Die Weine der Langa und des Roero heben sich aus dem globalen Weinpanorama heraus, weil sie ein unverwechselbarer Ausdruck eines Terroirs sind, eines Zusammenspiels des Bodens und der klimatischen Elemente. Die Eigenschaften, die den Weinen aus dieser Gegend eine so präzise territoriale Identität verleihen sind die traditionelle Weinbereitung aus nur einer Rebsorte, die Weine von starker Persönlichkeit hervorbringen und den autochthonen Ursprung der selben Rebsorten unterstreichen. Erst in den letzten Jahren produziert man auch andere Weine, nach dem Geschmack des sogenannten “internationalen Publikums” und präsentiert sie unter der DOC “Langhe”. Im Fall der neuen DOC Alba, die ab 2013 im Handel sein wird, wurden historische Verschnitte wieder aufgenommen.

Die klassischen Rebsorten Nebbiolo, Barbera, Dolcetto und Moscato sind Sorten, die schon immer im südlichen Piemont vorhanden waren und einen wesentlichen Bestandteil der lokalen Landwirtschaft und Wirtschaft darstellen. In dem vom Tanaro-Fluss durchquerten Landstrich haben sie ihren idealen geografischen Standort gefunden. Anderswo angebaut geben sie weniger bedeutende Ergebnisse, weil es genau diese besondere Alchemie der Hügel der Langa und des Roero ausmacht - mit ihren einzigartigen mergeligen, lehmigen, kalkhaltigen bis sandigen Bodenkombinationen, mit ihrem gemäßigt kalten Klima, der Nähe der Alpen, dem Vorhandensein von Wasser und den gut ausgerichteten Hängen - dass die Trauben jene Bedingungen vorfinden, in denen sie ihr Potenzial optimal ausdrücken können.

Die alten autochthonen Sorten, um die sich seit Jahrhunderten das bäuerliche Leben und das Handelsgeschehen im südlichen Piemont dreht, werden als derartig wertvoll angesehen, dass die bestockten Hänge der Langa, des Roero und des Monferrato heute Kandidat zur Anerkennung als Weltkulturerbe unter dem Schutz der Unesco sind.

Die meist angebauten Rebsorten auf den Hügeln der Langa und des Roero sind gewiss die typischen der Gegend. Dennoch haben die Weinbauern in den letzten Jahren begonnen, auch die so genannten “internationalen” Rebsorten zu pflanzen. Die günstigen pedologisch-klimatischen Bedingungen des Gebiets und die Fertigkeiten der Produzenten haben auch zu guten Ergebnissen bei diesen Trauben geführt.

Die meist gepflanzten Rebsorten im Roero sind Nebbiolo, Barbera und Arneis (gefolgt von Favorita und Brachetto, letzterer hat hier allerdings keine anerkannte Ursprungsbezeichnung und wird unter dem Namen “Birbet” verkauft). Die kosmopolitischsten Sorten hatten wenig Erfolg, ausgenommen einige Einfügungen von Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Merlot.

In der Langa sind die verbreitetsten traditionellen Sorten Nebbiolo, Dolcetto, Barbera und Moscato (in geringerer Menge Pelaverga, Freisa, Favorita und Nascetta), während die repräsentativsten internationalen der Chardonnay, Sauvignon, Cabernet Sauvignon, Merlot und ein paar andere sind.

Das System der Ursprungsbezeichnungen in unserer Region sieht vor, dass nach den generischen Weinen (die Ex-Tafelweine) keine IGT (Indicazione Geografica Tipica – Typische geografische Angabe) folgt, sondern sofort eine große DOC (Denominazione di Origine Controllata - kontrollierte Ursprungsbezeichnung) mit dem Namen “Piemonte”, welche jedoch im Gebiet um Alba wenig genutzt wird.

Das darauf folgende Niveau sind die territorialen DOCs wie “Langhe” und “Monferrato”; sie umfassen weite Gebiete und erlauben den Einsatz verschiedener Rebsorten und Cuvées. Dann gibt es die historischen DOCs, von denen einige zur DOCG aufgestiegen sind. DOCG war ein System mit weitergehenden Kontrollen, welche nun auch auf die normalen DOCs ausgedehnt wurden und folglich bleibt für die DOCGs nun mehr - durch die neue Gesetzgebung - ein bedeutender, über die Jahre erworbener Titel. An der Spitze der Pyramide steht - wie gehabt - die zusätzliche geografische Erwähnung: der Name der Lage eines oder mehrerer Betriebe. Wenn die Bezeichnung “Vigna” (Weinberg/Lage) genutzt wird, muss eine geringere Produktionsmenge an Trauben mit überdurchschnittlichen Eigenschaften nachgewiesen werden. Die Europäische Gemeinschaft erkennt mit den IGP- (Indicazione geografica Protetta - Geschützte geografische Angabe) und den DOP-Weinen (Denominazione Geografica Protetta - Geschützte Ursprungsbezeichnung) an, dass man sie in Italien weiterhin IGT und DOC (sowie DOCG) nennen kann.

Die mit Abstand am meisten verbreitete Erziehungsform und Art des Beschnitts in den Langhe ist das “Guyot”. Es handelt sich um eine Spaliererziehung mit reduzierter Ausdehnung, welche die klassischen Rebenreihen formt und sich für wenig fruchtbare Böden eignet, die oft trocken sind und an steilen Hügelhängen liegen. Beim Beschnitt belässt man einen Fruchtzweig von 6 bis 10 Knospen, der zu einem Bogen oder horizontal in Richtung der Reihe gebunden wird sowie einen Sporn mit 1 bis 2 Knospen für die Erneuerungen im darauf folgenden Jahr. Beim klassischen Guyot sind die Rebanlagen variabel und können von 2,40 bis 2,80 Metern Abstand zwischen den Rebenreihen und 80 bis 100 Zentimetern zwischen den Weinstöcken variieren, in Abhängigkeit von der Ertragskraft, dem Zusammenspiel von Rebsorte und Unterlage und der Fruchtbarkeit des Bodens.

Das Guyot-System ist einfach strukturiert, was den Beschnitt erleichtert. Weitere Vorteile: gute Möglichkeit für den maschinellen Grünschnitt, ausgezeichnete Ausrichtung der Blätter, angepasste Pflanzdichte, gute Qualität der Produktion, vegetative Stimulation für die schwächeren Reben. Dagegen spricht: die Notwendigkeit der jährlichen Erneuerung der Ranke mit nachfolgendem Binden sowie die stark der Sonne ausgesetzten Trauben; es besteht ein erhöhtes Risikos von Verbrennungen und bei frühreifen Sorten kann es Probleme bei der Kontrolle der Reife geben.

In kühler Umgebung und bei ertragsreichen Unterlagen zeigt sich eine übermäßig stimulierte Vegetation, die zu häufigem Grünschnitt zwingt.

 

Consorzio di Tutela Barolo Barbaresco Alba Langhe e Dogliani
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